karl Holtz

Karl Holtz, Pressezeichner und ständiger Mitarbeiter des russisch-lizensierten "Ulenspiegel", wurde in seiner Potsdamer Wohnung verhaftet. Stalin-Karikaturen, die Holtz in Schweizer Zeitungen veröffentlicht hatte und die über Moskau nach Karlshorst gelangten, waren schuld daran. Wegen nationalen Verrats wurde der 51jährige Holtz zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Von Januar 1934 bis April 1945 hatte Holtz in Deutschland Berufsverbot.

"DER SPIEGEL", Donnerstag, 29. Juni 1950